
London 31.07. – 05.08.2019
Wir fuhren gegen 11:00 in Cambridge los, um dann, nahezu störungsfrei, bis London zu fahren. Natürlich verdichtete sich der Verkehr, je näher wir London kamen. Aber das befürchtete Verkehrschaos blieb aus.
Wir durchfuhren Greenwich,
Lewisham,
und Sydenham,
Bis wir schliesslich auf der Campsite ankamen.
Wir hatten im Vorfeld einen Stellplatz auf der Caravan and Motorhome Club Site Crystal Palace gebucht. Ohne einer Reservierung ist es nahezu unmöglich, zu dieser Jahreszeit einen Stellplatz in London zu bekommen. Crystal Palace ist ein Wohnbezirk im südlichen London. Auch der gleichnamige Park liegt hier und grenzt direkt an die Campsite an. Der CP selbst ist für eine Erkundung Londons ein idealer Ausgangspunkt, ist er doch sehr gut an das Nahverkehrssystem angebunden. Sowohl Bus und Underground als auch der Nahverkehrszug ist gut erreichbar und bringen Dich in gut 30 Minuten in das Zentrum von London. Auch etliche Pubs und Restaurants befinden sich in fussläufiger Entfernung. Der Crystal Palace Park war für Daniela auch eine willkommene Gelegenheit, am Morgen ihre Laufrunden zu drehen. Allerdings solltet ihr hier nicht die absolute Ruhe erwarten, liegt er doch mitten in London. Oropax sollten also an Bord sein. Wir liessen es heute noch ganz ruhig angehen und spazierten lediglich ein wenig in der Umgebung herum, assen eine Kleinigkeit in einem Pub und tranken eines dieser unzähligen Indian Pale Ales.
Besonders gut finde ich dabei die Tatsache, dass man sich in den meisten Pubs durch die diversen Ales verkosten kann, bevor man sich entscheidet, von welchem man eine Pint möchte. Es ist unglaublich, wie viele kleine Brauereien es in UK gibt. Mir haben es die IPA angetan. Diese, oftmals sehr fruchtig schmeckenden Ales, sind langsam auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Da dürfen sich unsere Traditionsbrauereien warm anziehen.
Am Donnerstag, nach dem Frühstück, machten wir uns auf den Weg zur etwa einen Kilometer, also eine knappe viertel Stunde, entfernten Sydenham Hill Railway Station und nahmen dort den Zug. Nur 17 Minuten später stiegen wir an der Victoria Station, mitten in London, aus. Perfekt!
Wir kauften uns dann auch gleich zwei Tickets für eine Stadtrundfahrt mit BIG BUS. Und so liessen wir uns gleich kreuz und quer durch London chauffieren.
Bei der Carnaby Street stiegen wir dann aus und gingen ein Stück zu Fuss weiter.
Am Tower angekommen, hielten uns die Menschenmassen und der, in unseren Augen, völlig überzogene Eintrittspreis von rund 30€ von einem Besuch ab. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. dreissig Euro Eintritt. Pro Person! Um alte Klunker zu sehen und von Touristenmassen durch die Sammlung geschoben zu werden. Nicht mit uns.
Also entschieden wir, direkt mit dem Boot, zurück zur London Bridge zu fahren. Diese ca. 30 Minuten dauernde Fahrt ist im Hop on Hop off Bus Ticket inklusive und bietet die Chance London mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Nach einem eher mittelmässigem Mr. Whippy im Whitehall Garden,
ging es weiter in einen unserer liebsten Stadtteile Londons: Covent Garden.
Covent Garden ist, unter anderem, für seine Strassenkünstler bekannt. Dabei ist die Bandbreite der angebotenen Darbietungen sehr gross. Sehr gute Akrobaten und Musiker sowie Kreative finden sich hier.
Es gibt aber auch völlig absurde ‚Künstler‘, jeder findet hier sein Publikum
(Stelle dir hier ein ‚trött trööt trööt‘ vor)
Mittlerweile war es schon wieder 19:00 und wir machten uns in Soho auf die Suche nach etwas zu essen. In der Brewer Street stand dann vor einem Japanischen Restaurant eine Menschenschlange, die darauf wartete, einen freien Tisch zu bekommen. Das ‚vor der Türe warten‘ ist in UK übrigens völlig normal. Wir reiten uns in die Reihe ein und checkten, während wir ebenfalls auf einen Tisch warteten, die Bewertungen des Taro auf TripAdvisor: 4,3 Punkte Rating. Konnte so schlecht also nicht sein. Essen war auch sehr gut und für Londoner Verhältnisse auch recht Preiswert.
Zurück fuhren wir dann mit dem Bus. Dieser hält nur 300 Meter vom CP entfernt. Der erste Tag in London war recht anstrengend. Die vielen Menschen, der Lärm… es dauert immer ein wenig, bis wir es schaffen, die vielen Menschen um uns herum etwas auszublenden und unser eigenes Tempo zu finden. Dann allerdings ist London unglaublich aufregend, toll und sexy.
Tags darauf ging es dann per Underground zum Green Park. Zufällig fand wieder RideLondon statt. Das grösste Festival rund ums Fahrrad weltweit. So waren wieder sehr viele Strassen im Zentrum Londons gesperrt und Unmengen an Radfahrern unterwegs. Hier, im Green Park, ist das Zentrum dieses Festivals.
Wir spazierten von dort zunächst zum Buckingham Palace um uns zusammen mit gefühlt 20’000 anderen die Parade anzusehen.
Für unseren Geschmack einfach zu viele Menschen auf einem Haufen. Also spazierten wir zuerst in Richtung Hyde Park, um diesen dann zu durchqueren und unseren Spaziergang im Kensington Park fortzusetzen.
Unser Ziel: Notting Hill. Der Portobello Road Market ist einfach zu schön, um ihn bei einem Londonbesuch nicht zu besuchen. Sehr gut gegessen haben wir im Arancina in der Pembridge Road. Typisch Sizilianische Arancini gab es hier.
Hier noch ein paar Eindrücke von diesem Nachmittag:
Lecker gegessen haben wir im Portobello Garden Arcade. Ein etwas sperriger Name für ein italienisches Restaurant. Allerdings sehr authentisch. Können wir uneingeschränkt empfehlen.
Zurück ging es dann wieder mit Underground von Notting Hill Gate nach Brixton und von dort weiter mit dem Bus.
Am Samstag spazierten wir nochmals ein wenig durch London und besuchten die Nationalgalerie, die übrigens keinen Eintritt kostet. Hier sind, bis hin zu den alten Meistern, unzählige Gemälde ausgestellt. Auch die Anzahl der Besucher war heute sehr erträglich. So konnte man teils in Ruhe vor den Bildern verweilen. Hier ein paar Bilder vom Samstag.
Das war es dann auch schon wieder in London. Wir hatten ja noch den Crystal Palace Park, den wir uns am Sonntag noch angeschaut haben. Es fand auch ein kleines Reggae Festival im Park statt. Besonders zu erwähnen sind die Dinosaurierskulpturen. Sie wurden 1854 enthüllt und gelten als die ältesten der Welt.
Der BBC Sendemast stammt aus dem Jahre 1983 und ist 55 Meter hoch. Uns erinnerte er an den Eiffelturm. Auf dem Weg zum Abendessen ins Crystal Thai, welches wir ebenfalls empfehlen können, hatten wir nochmals einen tollen Ausblick auf London.
Montagmorgen fragten wir an der Rezeption des Campingplatzes, ob nicht doch noch ein Platz für eine weiter Nacht frei wäre. Leider nein und so machten wir uns reisefertig und verabschiedeten uns für dieses Jahr von London. Das Navi lotste uns gefühlt durch ganz London. Wenigstens sahen wir noch ein wenig von dieser grandiosen Stadt.
Bye bye London. See you next time!